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Mein erster Tag in Neu Delhi

Mir hatte jeder, mit dem ich über mein Auslandssemester gesprochen habe erzählt, dass das mehr oder weniger eine Schnapsidee sei und das Indien für so lange Zeit nahezu unerträglich wäre.Ich dachte mir dabei immer ganz lässig: "go fuck your self" und wollte es dadurch nur noch mehr. Eben so nach dem Motto: "Ich zeigs euch allen ".Meine gekonnte Lässigkeit mit dem Thema wurde erst erschüttert, als ich anfing zu packen und mir alle schrecklichen Dinge begann auszumahlen, von denen mir die Leute in meiner Umgebung berichtet hatten.Als Ich dann am Flughafen ankam, mit nichts weiter als einem Hut bewaffnet der mich vor der erbarmungslosen Killersonne Indiens bewahren sollte, war ich schließlich völlig fertig mit der Welt. Zu allem Überfluss war dann auch noch keiner von Aiesec Neu Delhi (die Studentenorganisation über die ich zu dem Praktikum gekommen bin) am Flughafen um mich abzuholen. Nachdem ich eine halbe Stunde am Flughafen gewartet hatte rief ich denjenigen an, der mich abholen sollte und der erzählte mir, dass mich ein Taxifahrer abholen solle. Nachdem derjenige welche (Manas) sich dann mit dem Taxifahrer in Verbindung gesetzt hatte fand mich dieser nach einer weiteren halben Stunde.Auf dem Weg zum Office meiner Firma, bei der ich das Praktikum mache, rutschte mir das Herz dann völlig in die Hose. Der Taxifahrer sprach kein Wort Englisch und ich hatte bei dem, nennen wir es mal Verkehr regelrechte Angstzustände.Verkehr in Indien: Die Straßen sind total überfüllt mit Autos, dann Rennen dazwischen noch alle möglichen Leute umher die einem etwas verkaufen wollen oder auch einfach nur die Straße passieren. Die Kühe auf der Straße darf man natürlich auch nicht vergessen. Außerdem habe ich noch nicht herausgefunden warum es Linien auf den Straßen gibt, die Leute fahren als wären diese nicht vorhanden, man hupt einfach laut gibt Gas und fährt wie man Lust hat. Es entstehen dabei aus 3 Spuren auch schnell mal 5. Gehwege sind kaum vorhanden und wenn dann parken darauf Autos (in der Regel ist davor direkt ein Schild, auf dem selbiges verboten wird). Aber ich schweife ab zurück zu meinem ersten Tag. Mich verunsicherte zusätzlich noch, dass der Taxifahrer an jeder Kreuzung nach dem Weg fragte. Als ich dann schließlich total fertig ankam wurde ich von meinem Kollegen, der mich angeworben hatte, erstmal in ein Hotel verfrachtet. Seither Suche ich eine dauerhafte Bleibe.Als ich dann den Tränen nahe im Hotel war, dass recht billig ist, da es einem Freund meines Chefs gehört, kam dann schließlich Manas zu mir und erklärte, dass er mir als ich im Flugzeug saß doch über WA geschrieben hatte. Problem dabei ist zwar, dass ich seit meinem Start kein mobiles Internet mehr hatte, jedoch wollte ich positiv bleiben und folgte ihm in Richtung Metro.Wir trafen 2 weitere AIESECER (Asmita und Rahul). Als Ich feststellte, dass das alles ganz normale und dazu noch sehr nette Leute sind begann ich mich zu beruhigen. Sie spendierten mir einen Kaffe und wir unterhielten uns sehr angeregt. Anschließend gingen wir etwas essen und Sie besorgten mir eine Sim- und eine Metrokarte.Sie führten mich zwar zu einer angeblichen Wohnmöglichkeit, für die sie Ewigkeiten rumtelefoniert hatten und bei der es dann schließlich kein Zimmer für mich gab, jedoch sah ich dabei einen Teil Neu Dehlis und amüsierte mich wirklich köstlich mit den AIESECern.Manas brachte mich nach meinem ersten Trip durch Neu Delhi wieder zum Office. Dort empfingen mich meine Kollegen und mein Chef und wir gingen alle zusammen etwas Essen. Auf den Straßen kamen uns lauter bettelnde Kinder entgegen, Leute die einem die Schuhe putzen wollen oder wollen das man in ihrer Rikschah oder Taxi mitfährt, dazwischen liegen dann noch herrenlose Hunde und natürlich darf man nicht die Autos und Motorräder vergessen, die in dem ganzen Gewusel noch laut hupend umherfahren. Dazu liegt dann noch überall ein teilweise sehr eigentümlicher Geruch in der Luft. Es ist zwar beinahe unglaublich aber ich habe mich in den 4 Tagen, seitdem ich schon in Delhi bin beinahe an das Gewusel gewöhnt.Doch ich schweife wieder ab Das Essen war gut. (zum Essen in Indien später mehr) Ich arbeite die meiste Zeit mit einer Kubanerin einem Italiener und einem Afrikaner zusammen. Ich verstand mich sowohl mit meinen Kollegen, die mir natürlich selbst als Fremde in diesem Land ihre Erfahrungen schilderten, von Anfang an sehr gut. Auch mein Chef ist ein sehr netter Mann, dessen Familie zur einen Hälfte in Miami und zur anderen in Toronto wohnt.Bevor mein erster Tag in Delhi endete lud mich die Kubanerin zu einem Frühstück in ihrer Wohnung ein, welches nur ein Haus neben dem Office ist und in dem sie mit 2 Inderinnen zusammen wohnt.Als ich dann Abends zufrieden im Hotel saß wusste ich, dass mein Freund Timo Recht behalten hatte. Man muss Indien als Abenteuer sehen und dann macht es einem auch sehr viel Spaß!Mehr in Kürze!

1.4.16 19:11

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